Klima Bündnis - Schwarzes Gold aus grünen Wäldern - Erdöl aus Amazonien
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Erdöl ist im Wesentlichen ein Gemisch aus Tausenden von Kohlenwasserstoffen. Damit dieses sich bilden kann, sind eine ganze Reihe von besonderen Bedingungen notwendig:

Der Ausgangsstoff für die Entstehung von Erdöl sind pflanzliche und tierische Mikroorganismen, wie z.B. das Plankton. Das sind einzellige Lebewesen, die sich in den obersten Wasserschichten bilden, wo sie durch die Sonnenenergie genährt werden. Im Laufe der Jahrmillionen sterben riesige Mengen Plankton ab und sinken auf den Meeresboden, dabei verwest der überwiegende Anteil. Ein Teil jedoch gelangt an den Grund, ohne die vorher aufgenommene Sonnenenergie ganz abgegeben zu haben. Sie bilden den sogenannten Tiefseeschlamm, der in dem fast sauerstofffreien und salzreichen Wasser einen Fäulnisprozess durchläuft. Unter Mithilfe von anaeroben Bakterien und Katalysatoren (z.B. Kieselsäureverbindungen) erfolgt die Umwandlung der organischen Substanzen in Kohlenwasserstoffe, wobei das meiste als Kohlendioxid und Wasser entweicht. Weniger als 1% der ursprünglichen Menge wird in einem komplizierten und langwierigen Prozess zu Kohlenwasserstoff.

Damit aus diesem Grundstoff Erdöl wird, ist ein hoher Druck notwendig. Das heißt, anorganisches Material wie Sand o.ä. muß sich über dem Tiefseeschlamm ablagern und verdichten. Es muß Sedimentschichten bilden, die den Tiefseeschlamm überlagern.

Nur wenn all diese Voraussetzungen erfüllt werden, bildet sich Erdöl. Ein ruhiges, wenig durchlüftetes Meeresbecken, wie wir es heute im Schwarzen Meer antreffen und wie es vor Millionen Jahren im Gebiet des Persischen Golfes gewesen sein muss, ist dafür die Voraussetzung.

Erdgeschichtlich gab es zwei Hauptperioden der Erdölbildung: eine erste vor 200 bis 350 Millionen Jahren und eine zweite vor 20 bis 150 Millionen Jahren.

 

Vorkommen

Das gebildete Erdöl muss konzentriert sein, um Lagerstätten zu bilden. Erdöl kommt als kleinste Tröpfchen vor, die in die Struktur poröser Gesteinsschichten wie z.B. Sandstein, dem sogenannten Speichergestein, eingelagert sind.

Durch den hohen Druck bei der Sedimentierung werden die flüssigen Bestandteile zum Rand des Beckens hochgedrückt bis das Erdöl an eine undurchlässige Gesteinsschicht stößt. Da Erdöl leichter ist als Wasser, steigt es in die obersten Speicherschichten auf. Es wird überlagert von dem Erdgas, das in unterschiedlichen Mengen immer in Verbindung mit Erdöl auftritt. Im Laufe der Erdgeschichte werden diese Speicherschichten in Gebirgsbildungsprozessen gefaltet, verworfen, verfrachtet etc. Wenn es in diesen Prozessen zur Bildung von sogenannten Ölfallen kommt, dann liegt Erdöl in ausreichenden Mengen vor, um es mit Gewinn zu fördern. Die häufigste Form einer Ölfalle ist ein geologischer Sattel (Falte mit nach unten divergierenden Schenkeln),die sogenannte Antiklinale.

In der Erdölindustrie unterscheidet man zwischen konventionellem und nichtkonventionellem Erdöl. Konventionelles Erdöl ist flüssig und entspricht den Standards des geförderten Rohöls. Nichtkonventionelles Erdöl ist zäh oder zähflüssig. Es liegt vor allem in Ölsanden und Ölschiefern oder als sogenanntes schweres Erdöl vor. Ölsande und Ölschiefer werden im Bergbau, meist im Tagebau, abgebaut. Schweres Erdöl wird wie normales gefördert, allerdings muss es bereits in der Lagerstätte durch Zufuhr von Wärme fließfähig gemacht werden. Die größten Lagerstätten nichtkonventionellen Erdöls befinden sich in Nordamerika und Venezuela.

 

Quelle: "Chat der Welten"

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