Klima Bündnis - Schwarzes Gold aus grünen Wäldern - Erdöl aus Amazonien
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Den geophysikalischen Methoden zur Exploration von Erdölfallen gehen meist die Auswertung von Luftbildern und die Interpretation geologischer Kartierungen im Hinblick auf die tiefer gelegenen Schichten und Strukturen voraus.

Um dann genauere Daten zu erhalten haben sich für die Suche nach Erdöllagerstätten folgende Untersuchungsmethoden bewährt:

 

Erdmagnetische Messungen
Schwere- und thermische Messungen
Seismische Verfahren

Mit Hilfe der erdmagnetischen Messung können unterirdische magnetische Gesteine festgestellt sowie ihre Form und Tiefe bestimmt werden. Da magnetische Körper Abweichungen innerhalb des Magnetfeldes verursachen, spielt das Magnetfeld der Erde eine wichtige Rolle.

 

Durch Schweremessungen (auch: gravimetrische Verfahren) können aufgrund der verschiedenen spezifischen Gewichte der unterirdisch liegenden Formationen, Änderungen des Gravitationsfeldes der Erde festgestellt werden. Dies geschieht unter Verwendung von Waagen oder den Einsatz eines Pendels. Insbesondere die Exploration von Ölfallen an Salzstöcken ist mit dieser Methode geeignet, da deren Gewicht geringer ist als das ihres Umgebungsgesteins.

Durch die Wärmeleitfähigkeit von Gesteinen können thermische Messungen die Art des Gesteins bestimmen sowie Abweichungen feststellen.

 

Das für die Exploration von Erdöl bedeutendste geophysikalische Verfahren ist die Methode der Seismologen, welche sich mit der Entstehung, Ausbreitung und Auswirkung von Erdbeben beschäftigen. Mittels des seismischen Verfahrens (Reflexionsseismik), ins besondere der 3D-Seismik, kann ein sehr genaues Bild des Untergrundes gezeichnet werden. Dabei werden durch Sprengstoffexplosionen, schwere Gewichte oder riesige Vibratoren künstliche Schallwellen erzeugt, die das Gestein durchdringen, jedoch an den Grenzen zwischen den Gesteinen teilweise reflektiert werden. Diese Reflektionen werden durch ein dichtes Netz von sogenannten Geophonen, welche rings um den Prospektionsort postiert sind, aufgefangen und anschließend in elektrische Impulse umgewandelt. Diese werden letztlich digitalisiert und zu Seismogrammen oder dreidimensionalen seismischen Profilen verarbeitet, welche das Gebiet des Erdölvorkommen eingrenzen und seine Lage aufzeigen. Für ein Gebiet von 200 km2 benötigt das kost- und zeitaufwendige seismische Verfahren etwa 6 Monate.

 

Weisen alle Anzeichen und Untersuchungen auf ein reiches Erdölvorkommen hin, so beginnen die ersten Explorationsbohrungen. Dafür werden sich drehende, gezahnte Diamant- oder Rollenmeißel eingesetzt, die sich mit einer maximalen Geschwindigkeit von 80m/h in das Gestein bohren. Die entnommenen Gesteinsproben werden in einem geologischen Labor systematisch untersucht und Messinstrumente, die in das Bohrloch hinabgelassen werden, geben genaue Auskunft über Porosität, Wasser- und Kohlenwasserstoffsättigung, Permeabilität (Durchlässigkeit), Temperatur, Druck, Verlauf der Formationen und die mineralogische Zusammensetzung des Gesteins. Unter Verwendung der gewonnenen Daten und durch folgende Erweiterungsbohrungen kann die Größe und die Qualität des Ölfeldes sowie die förderfähigen Reserven bestimmt werden. Je nachdem beginnt die eigentliche Förderung des Öls.

 

Erdölfunde weltweit