Klima Bündnis - Schwarzes Gold aus grünen Wäldern - Erdöl aus Amazonien
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Die ökonomischen Vorteile der Erdölförderung stehen meistens im Vordergrund in der Wahrnehmung der Folgen dieser Aktivität. In einem Land mit Erdölvorkommen werden wirtschaftliche Prosperität und allgemeiner Wohlstand fast automatisch vorausgesetzt. Als Beispiel dienen uns die Bilder der aus der Wüste in die Einkaufszentren der Welt jettenden Ölscheichs mit ihrem Anhang, um ein neues Diamantecollier oder den 10. Rolls Royce zu kaufen.

Dass der unermessliche Reichtum einzelner keinesfalls die Situation in allen erdölproduzierenden Ländern widerspiegelt, ergibt eine differenziertere Anaylse der ökonomischen, sozialen und politischen Situation in diesen Ländern.

Aus dieser Analyse wurden sechs Thesen entwickelt, die versuchen die wichtigsten Probleme des Erdöls zu beleuchten, die durch die Länderbeispiele belegt werden.

 

1. These: Erdöl verhindert Demokratie

Denn die Erdölförderung wird oft gegen den Willen der ortsansässigen Bevölkerung und ihrer gewählten Vertreter durchgesetzt.

 

2. These: Erdöl spitzt Ungleichheit und Armut zu

Denn die Einnahmen aus dem Erdölverkauf werden ungleich verteilt, und die Bevölkerung auf dem Land profitiert nur wenig.

 

3. These: Erdöl schafft Abhängigkeit

Denn viele Länder richten ihre Wirtschaft einseitig auf die Erdölförderung aus, sind von Ölpreisschwankungen abhängig und vernachlässigen Investitionen in anderen Bereichen.

 

4. These: Erdöl gefährdet indigene Rechte

Denn viele Erdölvorkommen liegen auf traditionellen Territorien indigener Völker, die Bohrtürmen und Erdölcamps weichen müssen. Gesetze schützen zwar die indigenen Rechte, werden aber bei der Ausbeute gewinnträchtiger Erdölvorkommen oft gebrochen.

 

5.These: Erdöl beeinträchtigt Kultur

Denn im Erdölgeschäft herrscht das Gesetz des Marktes, das sich über kulturelle Bedenken hinwegsetzt.

 

6. These: Erdöl zerstört den Regenwald

Denn Förderung und Abtransport benötigen große Infrastrukturmaßnahmen, wie den Bau von Straßen, Flußwegen und Hafenanlagen. Hiervon profitieren Agrar- und Bauunternehmen, während die Verlierer die Regenwälder mit ihrer Pflanzen- und Tierwelt sind sowie nicht zuletzt die indigenen Völker.

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